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PPWR für Verpackungseinkäufer

Die EU-Verpackungsverordnung verpflichtet Sie, ab August 2026 strukturierte Daten zu jeder eingekauften Verpackung zu führen. PAXLY holt diese Daten von Ihren Lieferanten — automatisch.

2026
Erste Pflicht
Auto
Lieferantendaten
100%
Audit-fähig
app.paxly.ai/compliance

PPWR-Compliance

247 Verpackungsartikel

2026
204
Konform
31
In Prüfung
9
Datenlücke
3
Kritisch
83%
PPWR-konform
Faltschachtel 320×220×100
Wellpapp GmbH
Rezyklat 35%
Konform
Wellpapp-Karton 400×300×200
Mustermann AG
Rezyklat —
Daten unvollständig
PE-Folie 50µm
Folien KG
Rezyklat 30%
Konform

Was ist die PPWR?

Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, EU 2025/40) ist die neue europäische Verpackungsverordnung. Sie ist seit Anfang 2025 in Kraft und löst die bisherige EU-Verpackungsrichtlinie ab. Anders als eine Richtlinie gilt eine Verordnung in allen Mitgliedstaaten unmittelbar — ohne nationale Umsetzung.

Die Hauptpflichten greifen ab dem 12. August 2026: Recyclingfähigkeit, Berichtsanforderungen ans Verpackungsregister, Substanzrestriktionen. Verpflichtende Rezyklatanteile in Kunststoffverpackungen folgen gestaffelt ab 2030. Branchenspezifische Mehrwegquoten greifen ab 2030 und 2035.

Für Verpackungseinkäufer im Mittelstand bedeutet das vor allem eines: Sie müssen Lieferantendaten strukturiert führen. Welche Materialzusammensetzung hat jede Verpackung? Welcher Rezyklatanteil ist enthalten? Wie ist die Recyclingfähigkeit nachgewiesen? Diese Fragen müssen Sie ab August 2026 jederzeit beantworten können.

Was Sie als Einkäufer jetzt tun müssen

Fünf konkrete Pflichten — und in jeder steckt eine Datenlücke zwischen Ihnen und Ihren Lieferanten, die Sie schließen müssen.

1

Materialzusammensetzung erfassen

Für jede Verpackung muss dokumentiert sein, woraus sie besteht — inklusive Rezyklatanteil. Die Daten kommen vom Lieferanten, müssen aber bei Ihnen hinterlegt sein.

2

Recyclingfähigkeit nachweisen

Ab August 2026 müssen alle in Verkehr gebrachten Verpackungen recyclingfähig sein (Stufenweise nach Materialtyp). Sie brauchen vom Lieferanten den Nachweis — pro Artikel, pro Charge.

3

Mindestrezyklatanteile einhalten

Kunststoffverpackungen müssen ab 2030 verpflichtende Anteile an recyceltem Kunststoff enthalten. Sie müssen jetzt prüfen, welche Ihrer Lieferanten das schon liefern können.

4

Mehrwegquoten erfüllen

Branchenspezifische Mehrwegquoten (z.B. Getränke, Transportverpackungen) treten gestaffelt in Kraft. Wer betroffen ist, muss seine Verpackungsstrategie umstellen.

5

Berichtspflichten erfüllen

Datenmeldungen ans Verpackungsregister werden umfangreicher. Wer Daten nicht zentral pflegt, riskiert Bußgelder und Lieferstopps in EU-Märkten.

PPWR-Timeline

Welche Pflichten wann greifen.

2025

PPWR ist in Kraft, Übergangsfristen laufen

Aug 2026

Hauptpflichten greifen: Recyclingfähigkeit, Berichtsanforderungen, Substanzrestriktionen

2030

Erste verpflichtende Rezyklatanteile in Kunststoffverpackungen

2035–2040

Verschärfte Quoten und vollständige Umsetzung der Verordnung

Wie PAXLY die PPWR-Daten liefert

Statt Lieferanten manuell hinterherzulaufen, fließen die Daten strukturiert in die Plattform — pro Artikel, versioniert, audit-fähig.

Lieferanten-Daten zentral

Materialzusammensetzung, Rezyklatanteil und Recyclingnachweise pro Artikel — direkt vom Lieferanten in PAXLY hinterlegt, nicht in Excel-Listen verstreut.

Compliance-Status auf einen Blick

Sehen Sie pro Verpackungsartikel, ob er PPWR-konform ist — und wo Lieferanten noch Daten nachliefern müssen.

Reporting auf Knopfdruck

Nachweise für Audits, ESG-Reports oder behördliche Anfragen können Sie jederzeit als Bericht exportieren.

Audit-sichere Historie

Jede Änderung an Lieferantendaten ist versioniert. Sie können zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, was wann gemeldet wurde.

Mit der Verordnung mitwachsend

Neue PPWR-Anforderungen werden in PAXLY laufend integriert — Sie müssen die Verordnungstexte nicht selbst tracken.

Häufige Fragen zur PPWR

Was ist die PPWR?

Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, EU 2025/40) ist die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und gilt ab 12. August 2026 in allen EU-Mitgliedstaaten unmittelbar — ohne nationale Umsetzung. Ziel ist es, Verpackungsabfall zu reduzieren, Recyclingfähigkeit verpflichtend zu machen und einheitliche Standards in der EU zu schaffen.

Wann tritt die PPWR in Kraft?

Die Verordnung ist seit Anfang 2025 in Kraft. Die meisten praktischen Pflichten (insbesondere Recyclingfähigkeit, Berichtsanforderungen, Substanzrestriktionen) gelten ab 12. August 2026. Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen und Mehrwegquoten greifen gestaffelt ab 2030 bzw. 2035.

Wer ist von der PPWR betroffen?

Alle Hersteller, Importeure und Inverkehrbringer von Verpackungen in der EU — unabhängig von Größe oder Branche. Auch wer nur Verpackungen einkauft und damit Produkte verpackt (z.B. Lebensmittelhersteller, Konsumgüterproduzenten), ist betroffen, weil Daten zu den verwendeten Verpackungen entlang der Lieferkette dokumentiert werden müssen.

Was ist der Unterschied zwischen PPWR und VerpackG?

Das deutsche VerpackG (Verpackungsgesetz) bleibt parallel bestehen, wird aber von der PPWR überlagert. Die PPWR ist eine EU-Verordnung — sie gilt direkt, einheitlich und übersteuert nationale Regelungen, wo sie strenger oder spezifischer ist. Praktisch heißt das: Wer in mehreren EU-Ländern in Verkehr bringt, hat ab 2026 einen einheitlichen Rahmen statt 27 verschiedener nationaler Vorgaben.

Welche Daten muss ich jetzt von meinen Lieferanten einholen?

Pro Verpackungsartikel: Materialzusammensetzung (inkl. Anteil recycelter Materialien), Recyclingfähigkeitsnachweis, ggf. verwendete Substanzen aus der Restriktionsliste, Gewichts- und Volumendaten für die Berichtspflicht. Diese Daten waren bisher oft "irgendwo beim Lieferanten" — ab August 2026 müssen sie strukturiert verfügbar sein.

Was passiert, wenn ich PPWR-Anforderungen nicht erfülle?

Die Sanktionen werden national festgelegt, sind aber EU-weit erheblich: Bußgelder, Lieferstopps für nicht-konforme Verpackungen, Marktrücknahmen. Hinzu kommt das Reputationsrisiko bei Auditierungen durch Großkunden — die werden zunehmend PPWR-Konformität ihrer Lieferkette voraussetzen.

Wie kann ich PPWR-Compliance nachweisen?

Durch eine lückenlose Dokumentation aller Verpackungsdaten und der Datenherkunft. Bei Audits oder behördlichen Anfragen müssen Sie zu jedem Artikel Material, Rezyklatanteil, Recyclingfähigkeit und Lieferantenbestätigung belegen können. Plattformen wie PAXLY bündeln diese Lieferantendaten zentral und versionieren sie — manuell in Excel ist das ab einer gewissen Sortimentsgröße kaum noch leistbar.

Was bedeutet PPWR konkret für mein Unternehmen?

Drei operative Auswirkungen: (1) Daten — Sie müssen für jede Verpackung Materialzusammensetzung, Rezyklatanteil und Recyclingfähigkeit strukturiert führen. (2) Lieferantengespräche — Sie brauchen vertragliche Auskunfts- und Datenpflichten von jedem Verpackungslieferanten. (3) Sortiment — wenn Verpackungen nicht recyclingfähig sind oder Mindestrezyklatanteile nicht erfüllen, müssen Sie sie bis 2026 bzw. 2030 ersetzen. Wer heute keine zentralen Lieferantendaten hat, hat im August 2026 ein Compliance-Problem.

Wie reduziere ich CO2 bei Verpackungen?

Vier Hebel mit messbarem Effekt: (1) Right-Sizing — passende Kartongröße spart Material, Lager- und Versandvolumen (typisch 10–20 % weniger Material). (2) Recyclatanteil erhöhen — recycelte Wellpappe und Folien haben deutlich niedrigeren CO2-Fußabdruck als Primärmaterial. (3) Materialwechsel — Wellpappe statt Mehrschicht-Folien wo funktional möglich. (4) Mehrweg- statt Einweg-Transportverpackung. Voraussetzung für die Steuerung ist ein Datengrund pro Artikel — sonst sind CO2-Reduktionsclaims nicht belastbar.

Wie kann ich Verpackungsabfall reduzieren nach PPWR-Vorgaben?

PPWR fordert nicht nur Recyclingfähigkeit, sondern auch Abfallminderung als generelles Prinzip (Artikel 10 ff.). Konkrete Hebel im Einkauf: Verpackungsgrößen optimieren (Right-Sizing), Hohlraum-Anteile reduzieren (Plan-Maß statt Standard-Maß), Mehrwegquoten erfüllen wo branchenspezifisch verlangt, Sekundärverpackungen vermeiden wenn Primärverpackung trägt. Diese Punkte werden ab August 2026 berichtspflichtig — ohne strukturierte Datenbasis kein belastbarer Nachweis.

Bereit für den nächsten Schritt?

Kein Verkaufsgespräch. Wir analysieren Ihre Situation und sagen Ihnen ehrlich, ob PAXLY für Sie Sinn macht.

Oder schreiben Sie uns: [email protected]